333, 585, 750, 999 – die Zahlen auf Goldschmuck geben den Feingehalt an: den Goldanteil in Tausendsteln. 333er Gold besteht also zu 33,3 % aus reinem Gold, 750er Gold zu 75 %. Dieselbe Information steckt in der Karat-Angabe: 8 Karat entsprechen 333, 14 Karat entsprechen 585, 18 Karat entsprechen 750 und 24 Karat sind pures Gold. Wer diese Zahlen lesen kann, versteht auf einen Blick, was ein Schmuckstück materiell wert ist – und welche Legierung zu welchem Zweck passt. Dieser Guide erklärt alle gängigen Goldlegierungen, ihre Stärken und Schwächen und wo Gold Vermeil in diesem System steht.
Karat und Feingehalt: zwei Skalen, eine Aussage
Reines Gold ist zu weich für Schmuck – es verkratzt und verbiegt im Alltag. Deshalb wird Gold mit anderen Metallen legiert, meist Silber, Kupfer oder Palladium. Wie viel echtes Gold in der Legierung steckt, beschreiben zwei Systeme:
- Feingehalt (Punze): Goldanteil in Tausendsteln – die Zahl, die in den Schmuck gestempelt wird. 585 heißt: 585 von 1.000 Teilen sind Gold.
- Karat (kt): Goldanteil in 24steln – die international geläufige Angabe. 24 Karat = pur, 12 Karat = halb Gold.
Die Umrechnungstabelle
| Karat | Feingehalt (Punze) | Goldanteil | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| 24 kt | 999 | 99,9 % | Anlagegold, Barren, Münzen – zu weich für Alltagsschmuck |
| 21,6 kt | 900 | 90 % | historische Münzen (z. B. Krügerrand) |
| 18 kt | 750 | 75 % | hochwertiger Schmuck, Luxusuhren – der Premium-Standard |
| 14 kt | 585 | 58,5 % | klassischer Alltagsschmuck, Eheringe – der Haltbarkeits-Standard |
| 9 kt | 375 | 37,5 % | preisgünstiger Echtschmuck, v. a. in UK verbreitet |
| 8 kt | 333 | 33,3 % | Einstiegs-Goldschmuck, in Deutschland verbreitet |
Welche Legierung passt zu welchem Zweck?
333er Gold (8 Karat): der Einstieg mit Kompromissen
333er Gold ist die niedrigste Legierung, die in Deutschland noch als Gold verkauft werden darf. Der Vorteil ist der Preis. Die Nachteile: Mit nur einem Drittel Goldanteil ist die Farbe blasser, und der hohe Anteil an Fremdmetallen (oft Kupfer und Silber) macht die Legierung anfälliger fürs Anlaufen – 333er Gold kann mit der Zeit tatsächlich dunkler werden, was viele überrascht. Für Schmuck, der täglich getragen wird und dauerhaft goldig strahlen soll, ist 333 selten die beste Wahl.
585er Gold (14 Karat): der Alltags-Standard
585er Gold gilt als der beste Kompromiss aus Goldgehalt, Härte und Preis. Mit knapp 60 % Gold ist die Farbe satt, die Legierung robust und anlaufbeständig genug für den Dauereinsatz – deshalb ist 585 der klassische Standard für Eheringe und Alltagsschmuck aus Massivgold.
750er Gold (18 Karat): der Premium-Standard
750er Gold ist die Legierung der Luxushäuser: 75 % Goldanteil ergeben eine tiefe, warme Goldfarbe, die von purem Gold kaum zu unterscheiden ist. Dafür ist 750 weicher als 585 und deutlich teurer. 18 Karat ist auch die Goldqualität, die bei hochwertigem Gold Vermeil als Beschichtung verwendet wird – so kommt die 750er-Farbe auf ein erschwingliches Stück.
999er Gold (24 Karat): pur, aber unpraktisch
Feingold ist Anlageform, kein Schmuckmaterial: zu weich, zu leicht verformbar. Barren und Anlagemünzen bestehen aus 999er Gold, Alltagsschmuck praktisch nie.
Farbvarianten: Gelbgold, Weißgold, Roségold
Die Legierungsmetalle bestimmen nicht nur die Härte, sondern auch die Farbe. Gelbgold entsteht mit Silber und Kupfer im Gleichgewicht, Roségold durch mehr Kupfer, Weißgold durch Palladium oder Silber – oft zusätzlich rhodiniert für den kühlen Glanz. Der Feingehalt bleibt dabei gleich: 585er Roségold enthält genauso viel Gold wie 585er Gelbgold, nur die Beimischung unterscheidet sich. Welche Farbe zu dir passt und wie du Töne kombinierst, zeigt der Guide Gold und Silber kombinieren.
Und wo steht Gold Vermeil?
Gold Vermeil ist keine Massivgold-Legierung, sondern eine regulierte Veredelung: eine Schicht von mindestens 2,5 Mikron Gold (mindestens 10 Karat, üblich 18 Karat) auf einer Basis aus 925er Sterlingsilber. Das Ergebnis: die Farbe von 750er Gold, die hypoallergene Silberbasis – und ein Bruchteil des Massivgold-Preises. Bei eva før liegt die Schichtdicke mit 3–5 Mikron deutlich über dem Minimum. Für alle, die die 18-Karat-Optik wollen, ohne 18-Karat-Preise zu zahlen, ist Vermeil die rationale Wahl – der ausführliche Vergleich steht in Vergoldet vs. Massivgold.
Übrigens: Auch Silber hat sein Punzen-System. 925 steht für Sterlingsilber – 92,5 % reines Silber, der Standard für hochwertigen Silberschmuck und die Basis aller eva-før-Stücke.
Häufige Fragen zu Goldlegierungen
Was ist besser: 333 oder 585?
Für regelmäßig getragenen Schmuck: 585. Der höhere Goldanteil bedeutet sattere Farbe und bessere Anlaufbeständigkeit – 333er Gold kann durch den hohen Kupferanteil mit der Zeit nachdunkeln. 333 punktet nur beim Preis; wer günstig zur Goldoptik will, fährt mit hochwertigem Gold Vermeil auf Silberbasis meist besser als mit 333er Massivgold.
Wie viel Karat hat 585er Gold?
585er Gold entspricht 14 Karat. Die Umrechnung: Feingehalt geteilt durch 1.000, mal 24. Also 0,585 × 24 = 14,04 – gerundet 14 Karat.
Ist 750er Gold sein Geld wert?
Für Stücke fürs Leben – Verlobungsringe, Erbstücke – ja: tiefere Farbe, höherer Materialwert, zeitloser Status. Für Alltags- und Modeschmuck ist der Aufpreis gegenüber 585 oder gegenüber 18K-Vermeil selten nötig, denn optisch liefert 18-Karat-Vermeil dieselbe Farbwirkung.
Läuft echtes Gold an?
Pures Gold (999) läuft nicht an. Legierungen können es – je niedriger der Feingehalt, desto eher, weil die Fremdmetalle (v. a. Kupfer) oxidieren. 333er Gold ist dafür bekannt, 585 und 750 sind weitgehend anlaufbeständig. Bei vergoldetem Schmuck kann die Silberbasis unter der Goldschicht anlaufen – warum und was hilft, erklärt Läuft vergoldeter Schmuck an?
Woran erkenne ich den Feingehalt meines Schmucks?
An der Punze: eine kleine eingestempelte Zahl (333, 585, 750, 925), meist innen am Ring, am Verschluss der Kette oder an der Ohrstecker-Rückseite. Fehlt der Stempel, hilft der Juwelier mit einer Säure- oder Röntgenfluoreszenz-Analyse. Wie du Punzen im Detail liest, zeigt unser Guide Schmuckstempel & Punzen lesen.
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